Ziegenzuchtverband Baden-Württemberg e. V.
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Kaschmirziege (KAZ)

Herkunft und Verbreitung

Der Ursprung der Kaschmirziegen liegt in den ariden Hochgebirgssteppen Zentralasiens. Vor gut 200 Jahren wurden erste Tiere in Europa eingeführt. Die meisten Tiere leben heute in der Volksrepublik China und der Mongolei. Nach 1970 wurden in Australien und Neuseeland große Kaschmirziegen-Farmen aufgebaut. Im Jahre 1989 zogen die USA nach. In Europa finden sich Kaschmirziegen hauptsächlich in Schottland. Im Ursprungsgebiet gehören Kaschmirziegen nicht einer einzelnen Rasse an, sondern bilden eine Rassegruppe mit dem gemeinsamen Merkmal der feinen Unterwolle.

Beschreibung

Klein- bis mittelrahmige, gehörnte Ziege mit hängenden Ohren. Böcke tragen lange, nach außen drehende Hörner, Ziegen kleine sichelförmige. Das Haarkleid ist lang-haarig herabhängend mit einer feinen dichten Unterwolle. Es gibt weiße, graue, schwarze und braune Farbschläge. In Europa gibt es vorwiegend weiße und einige schwarzbraune Tiere.

Maße und Gewichte

Ziegen: Widerristhöhe 50- 60 cm, Gewicht 30-40 kg
Böcke: Widerristhöhe 60-70 cm, Gewicht 50 -60 kg

Leistungen

Kaschmirziegen sind vorwiegend Wolllieferanten, mit einer guten Eignung für die Landschaftspflege. Die zu verarbeitende Unterwolle wird mehrmals pro Jahr ausgekämmt, gewaschen und versponnen. Die Ziegen sind asaisonal und weisen geringe Fruchtbarkeit auf.

Zuchtziel

Als Zuchtziel wird eine robuste und widerstandsfähige, klein- bis mittelrahmige Ziege mit guter Wollleistung von ausgeglichener Qualität angestrebt.

Beschluss

BDZ – Mitgliederversammlung Nov. 2009

Wenn Sie Fragen haben: Den Ziegenzuchtverband erreichen Sie unter zzv@ziegen-bw.de.
In Baden-Württemberg finden sich Schwerpunkte der Ziegenforschung an der Universität Hohenheim und an der Fachhochschule Nürtingen, mit denen der Ziegenzuchtverband zusammenarbeitet.
  
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