Ziegenzuchtverband Baden-Württemberg e. V.
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Weiße Deutsche Edelziege (WDE)

Herkunft und Verbreitung

Die Weiße Deutsche Edelziege ging aus weißen Schlägen heimischer Ziegen hervor, die mit Schweizer Saanenziegen veredelt wurden. Sie wurde bis 1928 auch als Saanenziege bezeichnet.

Beschreibung

Die Weiße Deutsche Edelziege ist eine hochproduktive Milchziege. Sie hat eine weiße Farbe, leichte Pigmentflecken an Nase, Ohren und Euter sind zulässig.

  • Mittlerer bis großer Rahmen, hornlose und gehörnte Tiere
  • kurze und glatt anliegende Behaarung
  • saisonale Brunst, Frühreife, Erstzulassung mit sieben bis neun Monaten
  • fest ansitzendes, drüsiges Euter mit ausgeprägtem Zentralband, Bauch- und Schenkeleuter
  • klar abgesetzte, mittellange Striche, leichte Melkbarkeit
Maße und Gewichte

Ziegen: Widerristhöhe 70-90 cm, Gewicht 55-75 kg
Böcke: Widerristhöhe 80-100 cm, Gewicht 70-100 kg

Leistungen

850-1 200 kg Milch, 3,2-3,5 % Fett, 2,8-3,0 % Eiweiß/ 240-Tage Laktation. Bei entsprechender Haltung und Fütterung höhere Leistungen möglich.
Erste Ablammung bis zum Alter von 15 Monaten, eine Ablammung pro Jahr, 1,8 bis 2,0 geborene Lämmer pro Jahr.

Zuchtziel

Angestrebt wird eine fruchtbare, widerstandsfähige und langlebige Ziege mit großer Wirtschaftlichkeit auf Grund hoher Fett- und Eiweißmengenleistungen und ihrer Eignung zur Landschaftspflege. Der Rücken sollte möglichst straff sein, mit breit angelegtem, nicht zu stark abfallendem Becken. Das Fundament soll trocken und nicht zu fein, die Beinstellung korrekt sein. Gefordert wird ein gleichmäßiges, geräumiges, drüsiges und fest angesetztes Euter, das weit nach vorne und im Schenkelbereich hinauf reicht. Die gleichermaßen für das Hand- und Maschinenmelken gut geeigneten, leicht melkenden Striche sollen mittig unter den Hälften angesetzt, senkrecht nach unten weisen, mittellang, gleichförmig und klar abgesetzt sein.

Beschluss

BDZ – Mitgliederversammlung Nov. 2009

Wenn Sie Fragen haben: Den Ziegenzuchtverband erreichen Sie unter zzv@ziegen-bw.de.
In Baden-Württemberg finden sich Schwerpunkte der Ziegenforschung an der Universität Hohenheim und an der Fachhochschule Nürtingen, mit denen der Ziegenzuchtverband zusammenarbeitet.
  
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